Projektüberblick
Am Berliner Hauptbahnhof entsteht im Anschluss an die Kehr- und Aufstellanlage der U-Bahnlinie U5 ein neuer Notausstieg. Ziel des Projekts ist es, die Sicherheit für Mitarbeitende der BVG im Ereignisfall zu erhöhen. Darüber hinaus schafft die Maßnahme die Voraussetzung, die bestehende Tunnelanlage künftig um zusätzliche Abstellkapazitäten für U-Bahn-Züge zu erweitern. Die Bezeichnung „E56“ dient der eindeutigen Identifikation innerhalb der Tunnelinfrastruktur. Sie ermöglicht eine klare Zuordnung in Bauunterlagen, im Betrieb sowie in der Abstimmung mit Einsatzkräften.
Aktueller Baufortschritt
Die Arbeiten am Notausstieg E56 schreiten weiter voran. Die Schlitzwandarbeiten wurden erfolgreich abgeschlossen. Mit der Herstellung der bis zu 29 Meter tiefen Schlitzwände ist die Baugrubenumschließung vollständig umgesetzt und eine wesentliche Voraussetzung für die folgenden Bauphasen geschaffen.

Nächste Bauphasen
Im nächsten Schritt erfolgt der Aushub aus dem Schacht. Anschließend wird in einer Tiefe von rund 21 bis 22 Metern eine Unterwasserbetonsohle hergestellt. Nach dem Lenzen der Baugrube, also dem Abpumpen des Wassers, beginnt ein besonders anspruchsvoller Bauabschnitt:
Durch die Vereisung des Bodens zwischen Schacht und Tunnelröhren werden die Voraussetzungen für einen sicheren Durchbruch in die Bestandsröhren der U5 geschaffen.

Ausblick
Nach dem Tunneldurchbruch folgt der Rohbau im Schacht. Dabei werden Wände, Decken und Sohlen hergestellt. Anschließend erfolgt der technische Ausbau des Notausstiegs, einschließlich Entwässerungs- und elektrotechnischer Anlagen sowie der Montage von Treppen und Geländern. Den Abschluss bilden das Verfüllen der Baugrube und die Räumung der Baustelle.