Seit rund einem Jahr arbeiten wir am Projekt „Ersatzneubau Aufstellanlage Krumme Lanke“ im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Zeit für einen Rückblick auf die wichtigsten Meilensteine – und auf ein Bauvorhaben, das sowohl technisch als auch logistisch besondere Anforderungen mit sich bringt.

Projektstart und erste Maßnahmen

Bereits im Februar 2025 begannen die ersten vorbereitenden Maßnahmen vor Ort. Im April 2025 starteten schließlich die Bauarbeiten für den Ersatzneubau der Aufstellanlage am U-Bahnhof Krumme Lanke.

Die bestehende Anlage wurde im Jahr 1929 errichtet. Aufgrund ihres baulichen Zustands ist eine grundhafte Erneuerung erforderlich, um den heutigen technischen und betrieblichen Anforderungen gerecht zu werden und die langfristige Nutzung sicherzustellen.

Baugrubensicherung als Meilenstein

Ein zentrales Element der bisherigen Arbeiten war der Einpressvorgang der Spundwände. Dabei werden die Profile mithilfe einer hydraulischen Presse mit hohem Druck vibrationsfrei in den Boden eingebracht. Die Maschine nutzt das zuvor eingebrachte Profil als Widerlager, um das nächste Element Stück für Stück einzupressen.

Dieses Verfahren reduziert Lärmemissionen erheblich und schont die umliegende Bebauung sowie die Anwohnenden. Erst nach Abschluss der Baugrubensicherung konnte die bestehende Aufstellanlage freigelegt und der Rückbau vorbereitet werden.

Im November 2025 war ein wichtiger Meilenstein erreicht: Das Einpressen der Spundwände wurde über eine Länge von rund 240 Metern erfolgreich abgeschlossen. Damit war die Grundlage für die nächsten Bauphasen geschaffen. Im Anschluss begann die Freilegung der alten Anlage, gefolgt vom Rückbau des Bestandstunnels.

Rückbau des Bestandstunnels

Im Dezember 2025 wurde auf der Baustelle ein modulares Aussteifungssystem eingebaut. Parallel startete der Abbruch der Tunneldecke des Bestandstunnels, der noch im selben Monat abgeschlossen werden konnte. In den darauffolgenden Schritten erfolgte der Rückbau der Tunnelwände und der Tunnelsohle.

Im Februar 2026 wurde der Abbruch des ersten Tunnelabschnitts vollständig abgeschlossen. Der beim Abbruch angefallene Beton wird, sofern er nicht belastet ist, zu mindestens 97% recycelt. Ende Februar erfolgte zudem der Aufbau eines Krans zur Vorbereitung und Fortführung der weiteren Arbeiten am Ersatzneubau.

Ausblick

Mit dem erfolgreichen Abschluss der ersten Hälfte der Rückbauarbeiten ist ein bedeutender Abschnitt des Projekts erreicht. Direkt nach dem Abtransport des Abbruchmaterials wird der Untergrund für das neue Bauwerk vorbereitet. Hierzu wird die Fläche zunächst geglättet und anschließend wird eine dünne Lage Beton aufgebracht, auf der präzise und sicher gearbeitet werden kann, die sogenannte Sauberkeitsschicht.

Das neue Tunnelbauwerk wird in mehreren Blöcken hergestellt, die alle dem gleichen Ablauf folgen: zunächst wird der Boden betoniert, anschließend die Wände und zuletzt die Decke. Für jedes Bauteil wird als erstes die Schalung, also eine temporäre Gussform für Frischbeton gestellt. Anschließend wird ein Bewehrungskorb aus Stahl eingebracht und zuletzt betoniert, indem die Schalung der Bewehrung mit Beton „aufgefüllt“ wird.

Um den Bauablauf möglichst effizient zu gestalten, werden mehrere Blöcke gleichzeitig hergestellt. In den kommenden Monaten wird zudem die Verkehrsführung an der Oberfläche erneut umgelegt, damit auch der zweite Tunnelabschnitt rückgebaut werden kann um anschließend die Errichtung des Neubaus zu starten.

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